Was, wenn die Covidioten Recht haben?

Milosz Matuschek stellt die richtige Frage: Was, wenn am Ende die Covidioten Recht haben? Abgesehen davon, dass durch eine unvoreingenommenere Kommunikation über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen viel unnötiges Leiden verhindert werden könnte: Was macht es mit uns, wenn wir einen großen Teil der Gesellschaft ausgrenzen, mit den Mitteln der Diffamierung und Kontaktschuld mundtot machen und uns selber als Träger der einzig wahren Moral bezeichnen – dieser ausgegrenzte Teil aber hinterher durch die Zahlen bestätigt wird? Was macht es mit uns, wenn wir renommierte Wissenschaftler als Idioten und alle diejenigen als Spinner und Wirrköpfe bezeichnen, die sich weder mit den so leichter Hand hingenommenen Kollateralschäden noch mit der Idee einer Neuen Normalität mit Digitalen Identitäten, Impfpflicht, Bargeldabschaffung oder Kontaktverfolgung per App und Drohne nicht so schnell anfreunden können – diese Spinner und Wirrköpfe dann aber als ehrliche Mahner dastehen werden? Wird sich nicht ein unglaublicher Verdruss über die Ausgrenzungsmechanismen, eine vertiefte Spaltung der Gesellschaft, ein Ressentiment gegenüber dem „Mainstream“ und ein gefährliches Misstrauen gegenüber Politik, Wissenschaft und Medien einstellen – denen man dann auch nicht mehr Glauben schenken wird, wenn der Wolf WIRKLICH kommt? Anders gefragt: Was verlieren wir, wenn wir den Zweifel an der Verhältnismäßigkeit staatlicher Einschränkungen als legitim und den Protest als erlaubte Warnung vor bedenklichen Entwicklungen ansehen – und was würden wir gewinnen?

https://www.nzz.ch/meinung/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096?fbclid=IwAR27d4EYtFSMG-QfJd-ywQR5-jteqKm6z7ZSJ-llTaf57DSpsBqqZn8GQeM

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© Gunnar Kaiser 2020 | Cologne | Germany