Der Kapitalismus und das gute Leben

Unser Leben wird immer schneller, stressiger und oberflächlicher – woran liegt’s? Am Kapitalismus natürlich, ist doch offensichtlich!

Ist das wirklich so offensichtlich? In einem Gespräch mit Rob Crusoe und Johannes von Philosophie Workout haben wir über alternative Antworten auf die Krise des Subjekts in der Spätmoderne nachgedacht.

Es handelt sich dabei um einer eher soziale und ästhetische Kritik an den Verhältnissen, wie sie von der Frankfurter Schule, insbesondere von Erich Fromm und von Herbert Marcuse, später von Neil Postman, von Alain Ehrenberg, von Hartmut Rosa oder von Gernot Böhme formuliert worden ist:

  1. endloses Wachstum in einer endlichen Welt, Ressourcenknappheit, Ausbeutung der Lebensgrundlagen, Umweltzerstörung, Ausbeutung der Menschen, Beschleunigung der Arbeits- und Lebenswelt

  2. immer mehr Chancen und Wahlfreiheit führen zu immer mehr Druck und Stress

  3. die Technik erleichtert uns zwar den Alltag, trotzdem schaffen wir nie, was wir uns vorgenommen haben – es ist irgendwie immer zu wenig Zeit …

  4. die sozialen Beziehungen lockern sich und werden oft durch oberflächliche Sozialkontakte ersetzt, die Familie verliert an Wert, die Ehe wird obsolet, Freundschaften sind nur noch virtuell …

  5. wir leben in einer Spaßgesellschaft, amüsieren uns zu Tode, werden immer oberflächlicher und vom Privatfernsehen dumm gehalten …

  6. der Kapitalismus entfremdet uns vom Produkt der eigenen Arbeit, von den Mitmenschen, von der Natur, schließlich von uns selbst.

Aber was wäre, wenn es gar nicht am Kapitalismus liegt, dass die Menschen heutzutage so leben müssen? Was, wenn die Schuld dafür woanders zu finden wäre …?


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© Gunnar Kaiser 2020 | Cologne | Germany