[Buch des Jahres 2016] Henning Ritter “Notizhefte”

Ein Gastbeitrag von Lothar Pues

www.salon-kufsteiner-strasse.de

Die Bedeutung der Notizhefte von Henning Ritter kann man sinnvollerweise nur beurteilen wenn Sie an dem Autor der Begründer der “Geisteswissenschaften” bei Frankfurter Allgemeinen Zeitung war gemessen wird. Wer Henning Ritter kennenlernen durfte, erkannte sofort dass man mit einer ganz grossen Persönlichkeit zu tun hatte.Seine Grösse bestand aber auch darin, dass er niemals über sich selbst sprach. Auch in den Notizheften, eine Art Tagebuch schreibt er nie über sich selbst.In den Notizheften sammelte Henning Ritter Einfälle, Lektürenotizen, Aphorismen, Betrachtungen und Essayfragmente die er weder thematisch noch chronologisch ordnete. Hennig Ritter hielt fest, was ihm auffiel und was ihm einfiel. Sein besonderes Interesse gilt der geisteswissenschaftlichen Geschichte der letzen dreihundert Jahre. Er setzt sich mit Themen wie der Tod, das Mitleid und den Neid auseinander. Er spricht über vieles, was die Grossen gesagt haben sei es Nietzsche, Stendhal, Canetti aber auch Freud und Jünger und viele andere. Er schreibt somit über vieles und wenn er über vieles spricht, spricht der Autor über sich selbst.

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